Weniger Tagschläfe: von 3 auf 2 und von 2 auf 1

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Wann Babys meist einen Tagschlaf weglassen, wie du einen echten Übergang von ein paar schlechten Tagen unterscheidest und wie du die Wochen dazwischen gut überstehst.

In den ersten zwei Jahren kommen die meisten Kinder von vier oder fünf Tagschläfen auf nur noch einen. Jeder dieser Schritte — ein Übergang beim Tagschlaf — bringt oft ein paar unruhige Wochen mit sich. Wer weiß, was auf einen zukommt, hat es deutlich leichter.

Wann die Übergänge meist stattfinden

ÜbergangTypisches Alter
3 Tagschläfe → 2 Tagschläfeetwa 6½–8 Monate
2 Tagschläfe → 1 Tagschlafetwa 13–18 Monate

Mit 12 Monaten auf einen Tagschlaf umzustellen, ist für die meisten Babys zu früh — auch wenn der erste Geburtstag wie ein guter Zeitpunkt wirkt. Sleepabee schlägt den Wechsel zu einem Tagschlaf nicht vor 14 Monaten vor.

Damit ist das Schlafen am Tag aber nicht vorbei: Nur sehr wenige Kinder hören vor ihrem zweiten Geburtstag ganz mit dem Tagschlaf auf, und die meisten behalten einen Tagschlaf bis weit ins Kindergartenalter.

Ist es wirklich so weit? Achte auf ein Muster

Die Anzeichen dafür, dass ein Tagschlaf nicht mehr gebraucht wird, sehen einer ganz normalen schwierigen Phase sehr ähnlich:

  • das Einschlafen beim Tagschlaf dauert lange, oder dein Kind wehrt sich dagegen;
  • der letzte Tagschlaf wird kurz oder schiebt die Schlafenszeit nach hinten;
  • neues nächtliches Aufwachen oder sehr frühes Aufstehen;
  • Tagschläfe, die früher lang waren, werden kurz.

Der Unterschied liegt in der Zeit. Fachleute raten, abzuwarten, bis diese Anzeichen über 1–2 Wochen hinweg regelmäßig auftreten — ein paar schlechte Tage reichen nicht —, bevor du die Zahl der Tagschläfe änderst. Krankheit, Zahnen oder eine neu gelernte Fähigkeit können den Tagschlaf eine Weile durcheinanderbringen, ohne dass deshalb ein Tagschlaf wegfallen muss.

So gelingt die Umstellung

  • Die Wachzeit sanft verlängern. Füll die längeren Wachfenster mit aktivem, spannendem Spiel. Bei zwei Tagschläfen liegen die Wachfenster meist bei etwa 2½–3 Stunden am Vormittag und 3–3½ Stunden vor dem Schlafengehen. Bei einem Tagschlaf sind es anfangs etwa 4½–5 Stunden, später pendeln sie sich bei etwa 5 Stunden ein.
  • Die Schlafroutine gleich lassen. Gleicher Ort, gleiches kurzes Zur-Ruhe-Kommen vor jedem Schlaf.
  • Früher ins Bett. An Tagen, an denen der verbliebene Tagschlaf kurz ist, kann eine Schlafenszeit schon um 18:00–18:30 Uhr verhindern, dass sich Übermüdung aufbaut. Das ist ein vorübergehendes Hilfsmittel für die Wochen der Umstellung, kein neuer Normalzustand.

Rechne mit ein paar Wochen Hin und Her

Ein Übergang beim Tagschlaf dauert meist etwa 2–4 Wochen. In dieser Zeit ist es normal, dass dein Kind an manchen Tagen noch die alte Zahl an Tagschläfen braucht und an anderen schon die neue. Wirkt es sehr übermüdet, kehr für einen Tag zum zusätzlichen Tagschlaf zurück, biete ein kurzes Nickerchen an oder leg die Schlafenszeit früher.

Wann du ärztlichen Rat suchen solltest

Sprich bald mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt, wenn dein Kind:

  • oft schnarcht, nachts Mühe beim Atmen zu haben scheint oder tagsüber sehr schläfrig ist;
  • nicht wie erwartet zunimmt oder keinen Appetit mehr hat;
  • Schlafprobleme hat, mit denen du nur schwer zurechtkommst.

Wenn du dir Sorgen machst und nicht weißt, was zu tun ist, darfst du jederzeit nachfragen.

Wenn dein Baby jünger als 3 Monate ist und 38 °C Fieber oder mehr hat oder 3–6 Monate alt ist und 39 °C oder mehr hat, ruf sofort die Kinderarztpraxis an. Wenn du dort niemanden erreichst, ruf die 112 an.

Ruf sofort die 112 an, wenn dein Baby:

  • länger als 20 Sekunden nicht atmet;
  • sehr schnell oder mit großer Anstrengung atmet — stöhnt oder bei jedem Atemzug den Bauch einzieht;
  • blaue, graue, blasse oder fleckige Haut, Lippen oder Zunge hat;
  • sehr schwer oder gar nicht aufzuwecken ist;
  • schlaff ist oder nicht trinkt;
  • einen Krampfanfall hat oder einen Ausschlag, der nicht verblasst, wenn du ein Glas darauf drückst.

Quellen

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